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Was wurde aus .. ? Heinz-Gert Hüsken |
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Dietmar Jendreyzik. Köln Bemerkenswert ist m.E. der Umstand, daß aus unserer Schule heraus im Laufe der Jahre einige Musikgruppen entstanden sind, die bedingt durch die Situation im Lande, aber wohl auch durch eine Freude an der Musik, die von der Schule nicht genommen, sondern möglicherweise sogar gefördert wurde.
So will ich diese erste wilde, musikalisch beindruckende Zeit einmal nennen. Sie war für viele Künstler, die z.T. heute noch musizieren, eine prägende Epoche. Die Rolling Stones sind das beste Beispiel dafür. Wer aus Deutschland gegen die unglaubliche ausländische Konkurrenz in dieser Zeit bestehen konnte, schrieb so ein Stück Musikgeschichte. Für deutsche Sänger und Gruppen gab es letztlich nur den engen deutschen Markt, Weltgeltung hat wohl niemand erreicht, aber ihre Namen sind fest mit unserer Jugend verbunden und der unglaublichen Vielfalt in der Musikszene auch in Deutschland. Der Ehemalige Heinz-Gert Hüsken (Entlaßjahrgang 1962), bastelte als "Heinz Harden" an einer Solo-Karriere, fand aber 1966 als Sänger und Guitarrist in die Berliner Band "The Gloomys" und konnte mit ihnen die für ihre Zeit typische deutsche Rockmusik machen. Erfreulicherweise brauchen wir nur die Heimatpresse zu zitieren, um authentisch zu sein. |
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Hildener Zeitung 24.04.1965
Schallplatten-Schlagersänger aus Liebhaberei
Der kaufmännische Angestellte, tätig in den Lackfabriken Hermann Wiederhold, betreibt seinen Schlagergesang und neuerdings auch das Dichten und Komponieren als Liebhaberei. Bis der vielleicht kommende Star am Himmel des Schlagergesänge einmal bei Frau Musica flügge werden kann, ist er trotz aller liedseliger Romantik nüchtern genug, um zu wissen, daß Handel und Gewerbe auf jeden Fall ernähren.
Seine Gesangs-Uraufführung heißt: "Angel face" (auf gut Ausländisch, was vielleicht nicht mehr jeder versteht, heißt das : "Engelsgesicht" ), also ein sanfte Sache.
Die B-(oder Rück-)Seite ist "Frag Dein Herz" betitelt. Man wird die Lieder in Kürze auch in Schlagerstunden des Rundfunks hören, denn der Musikverlag hat alle deutschen Rundfunkanstalten damit beliefert.
Das musikalische Talent hat sich früh geübt, wie jeder der Meister werden will. Mit drei Jahren begeisterte ihn die Mundharmonika, mit 7 das Akkordeon und mit 13 Jahren kam die Leidenschaft für die Gitarre hinzu. Das Saiteninstrument brachte ihn auch dazu, sich stimmlich zu betätigen und sein bis dahin noch verborgenes natürliches Instrument zu entfalten.
Zu seiner Uraufführung wünscht die HZ dem " Star in spe" einen guten Start. Die Schlagerfans dürfen sich von dem gesungenen "Engelsgesicht" entflammen lassen. Und dann werden sie den Sänger wahrscheinlich so lang nicht in Ruhe lassen, bis er sein "opus 1" die "Teenager love" herausgebracht hat, die ihn möglicherweise - so stellen wir uns das vor -auch in der Tat inspiriert haben könnte. |
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Hildener Zeitung 26.6.1968
Brief aus Barcelona Von dem Hildener Schlagersänger Heinz Harden, um den es längere Zeit still geworden war, erhielten wir den folgenden Brief:
"An sich muß ich doch noch mal wieder etwas von mir hören lassen, nachdem ich - im wahrsten Sinne des Wortes - sang- und klanglos mein Domizil von Hilden nach Berlin verlegte und vorübergehend eine Plattenpause einlegt.
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Es macht mir persönlich viel mehr Spaß mit einer Band zu arbeiten als mich alleine im doch ziemlich harten Showbusineß durchzuschlagen zu müssen, wenn auch das eigene Image vorübergehend in den Hintergrund tritt und das Band-Interesse erstrangig wird. Unsere erste gemeinsame Single-Platte " Day break" war mehr als ein Achtungserfolg und nach Meinung der Columbia wert, gleich eine Langspielplatte zu produzieren, die inzwischen auch über den Fachhandel zu beziehen ist, international angekauft und anerkannt wurde.
Unsere neue Single-Platte "Winds of change" (Columbia C 23763) erscheint in diesen Tagen und wird am 28. Juni in der TV-Sendung "Meine Melodie" um 21. Uhr im 1. Programm erstmals vorgestellt. Nach einem Frühjahrsengagement an einer Berliner Schauspielbühne, was für uns etwas ganz anderes war, sind wir zur Zeit auf einer mehrmonatigen Spanientournee und hoffen, im Herbst wieder in Deutschland zu sein. Heinz Gert Hüsken |
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Im Internet gefunden: Winfried Schildmann (musicus.winfried@t-online.de) aus Mendig, Rhld-Pfalz " Die Band (The Gloomys) bot sehr schönen Harmoniegesang ohne in Kitsch zu verfallen. Auch Klassiker wie "If I where a carpenter" interpretierten die Gloomys in überzeugender Art und Weise."
Sonst gibt es kleine Einspieler, die ich im Internet "ausgegraben" habe:
Natürlich gibt es auch eine Website über die Band mit weiteren Musikbeispielen. |
Damit das Staunen kein Ende hat, bekam ich aus dem Privatarchiv des Künstlers ein Foto vom Januar 1968 aus der Jugendzeitschrift BRAVO, das "The Gloomys" mit Heinz-Gert Hüsken zusammen mit anderen Koryphäen der deutschen Schlagerwelt zeigt. Die BRAVO hat wohl eine Leser-Reise in den Schnee organisiert.
![]() Helmuth und Leslie (später Les Humphries) von den Wonderland Komponist + Produzent Ralph Siegel jr., Thomas Beyl (Chef der BRAVO) Howard Carpendale, Achim Reichel, "Gloomy" Mike Frank (Elstner) von Radio Luxemburg, Frank Dostal, "Gloomy" Jörg und Dickie von den Wonderland |