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Nachrufe auf Lehrer |
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Der Tod des Herrn Schlechtriem aus Schülerzeitung FABRYZIERT (4/85)
Wie alle mitbekommen haben, ist ein Lehrer unserer Schule (Herr Schlechtriem) im Alter von 45 Jahren gestorben.
Ich glaube, daß nicht nur die Lehrer noch lange an Herrn Schlechtriem zurückdenken werden.
Conny Stolz 10c |
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Die Reaktion der Todesnachricht ! aus Schülerzeitung FABRYZIERT (4/85)
Ich glaube, zuerst einmal freute sich Jeder, daß die Pause länger war.
Die Schüler waren sehr überrascht, sehr betroffen, geradezu traurig. Das kam wie ein Schock, eine Nachricht, die wirklich fast alle traf. "Herr Schlechtriem starb letzte Nacht".
Die Pause begann, nachdenklich betroffen und gestimmt traten die ersten Schüler auf den Schulhof.
Lehrer (die sogar in dieser Pause Aufsicht machten) weinten betroffen.
Viele Lehrer konnten in den Stunden die Tränen kaum zurückhalten. Selbst (man erkenne es an! ) im Rosengarten herrschte Stille. Ein Gedenken an Herrn Schlechtriem. Nicole Kerp 10c |
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oder DAS WANDERN IST DES LEHRERS LUST von Uwe Adamski (Dezember 2002) Mit Erstaunen und Betroffenheit erfuhr ich erst vor kurzem, daß unser Klassenlehrer der 7b und 8b von 1969 bis 1971, Hans -Jürgen Schlechtriem, bereits 1985 im Alter von erst 45 Jahren verstorben ist.
H.-J. Schlechtriem übernahm unsere Klasse von Hans Stein, der wohl im Anschluß endgültig in den wohlverdienten Ruhestand ging.
Als Vertreter einer jüngeren Lehrergeneration, wenn auch kein 68er, unterrichtete er uns in Mathematik, zeitweise in Physik und später auch in
ev. Religion. Letztendlich entschieden sich jedoch die meisten Eltern für die Teilnahme, teils aus Überzeugung, teils aus Opportunismus, um es "sich mit dem Klassenlehrer nicht zu verderben". H.-J. Schlechtriem galt bei uns als autoritär, aber gerecht. Rückfragen im Unterricht bei Verständnisproblemen waren erlaubt, wurden aber oft mit der Bemerkung "Da mußt Du eben noch mal ins Buch gucken!" abgebügelt. Er wollte halt seinen Lehrplan über die Zeit retten. Für die nachwachsenden Generationen vielleicht heute amüsant, für uns damals völlig normal, war, daß wir von fast allen Lehrern mit dem Nachnamen und natürlich mit "Du" angeredet wurden. Bei uns Schülern hatte H.-J. Schlechtriem aufgrund seiner hochaufgeschossenen, damals etwas schlaksigen Figur und seiner starken Brillengläser, im Sommer mit hochklappbaren Lichtfiltern, das "Image" eines "ewigen Junggesellen". Daß er auch ein zutiefst religiöser Mensch war, erfuhr ich erstmals nach dem frühen Tod meiner Mutter, als er mir kurze Zeit darauf in einem äußerst persönlichen Gespräch Trost und Mut zusprach. Seither hat sich mein Bild über ihn um eine sehr menschliche Komponente erweitert.
Den meisten meiner Klassenkameraden dürfte H.-J. Schlechtriem jedoch durch die zahlreichen Klassenfahrten in Erinnerung geblieben sein, die wir mit ihm unternahmen. Soweit ich mich erinnere, stammte er aus der Eifel und galt als äußerst ausflugs- und wanderfreudig.
Für uns Schüler der damaligen Zeit wird uns Hans- Jürgen Schlechtriem als ein Lehrer der "Zwischengeneration" in Erinnerung bleiben, dem übertrieben
autoritäres Gehabe der älteren Lehrer bereits abging, der sich dem "Lehrer als Kumpel- Typ" der nachfolgenden 68er aber auch noch nicht verschreiben konnte und wollte. |
Stand: 13.12.2002