Der Meister himself


Portrait von Lehrer
Franz Montag
aus "FABRYZIERT"

30 Jahre Montag

"Schon wieder Montag"!
Ein Anruf bei dem sonst die meisten Schüler bleich werden.
Anders die Fabry-Schüler.

Franz Montag 2001 Denn mit Montag ist nicht etwa der schrecklichste Tag der Woche gemeint, sondern einer der wohl besten Lehrer unserer Schule.
Obwohl er meistens nur Sport unterrichtet, dürfte er wohl den meisten Schülern bekannt sein.

Man sieht ihn oft mit Trainingsanzug und Trillerpfeife bewaffnet Richtung Turnhalle oder Sportplatz gehen ! Sein Erkennungszeichen sind ausser dem Trainingsanzug noch ein recht schäbiger Hut und eine ebensolche Lederjacke.

Es ist auf alle Fälle eine beachtliche Leistung, 30 Jahre an ein und derselben Schule zu unterrichten, denn er war schon dabei als unser ehrwürdiges Institut noch eine reine Knabenschule war und wo noch Rohrstock und schwarzer Anzug das Lehrerbild prägten.
Da sind mir Lederjacke und Hut wesentlich lieber !
Zum Schluß bliebe noch zu sagen: Auf weitere 10 Jahre & Franz ! weiter so.

Olaf Steinacker 10 c
aus Schülerzeitung FABRYZIERT (5/86)



Im Originalartikel wird immer von 40 Jahren gesprochen. Dies kann nicht stimmen, da die Schule erst 1955 ihren "Betrieb" aufnahm und Herr Montag noch nicht dabei war. Daher biete ich mal 30 Jahre vor Ort an oder 40 Jahre Lehrer. (DJ)


Lehrerportrait: Herr Montag

Jerneja Remih (JR) 9c
aus Schülerzeitung FABRYZIERT (5/86)

JR : Wann und wo wurden Sie geboren ?
Herr Montag (HM): Ich wurde am 6.7.1925 in Wuppertal geboren.
JR : Sind Sie mit Geschwistern aufgewachsen?
HM: Ja, mit vier Schwestern, ich war das Mittelstück.
JR : Sind Sie verheiratet und haben Sie Kinder ?
HM.: Ich bin seit 1955 verheiratet und habe drei Söhne und eine Tochter. Der jüngste Sohn studiert Maschinenbau, die anderen drei sind Lehrer.
JR : Haben sie die drei Kinder, die Lehrer geworden sind, bei ihrer Berufswahl beeinflußt?
HM: Nein. Ich habe ihnen zwar abgeraten, aber das hast leider nichts genützt.
JR : Welcher Konfession gehören Sie an?
HM: Ich bin katholisch.
JR : Welche Hobbys haben Sie?
HM : Segelfliegen, Brieftauben - und Rassegeflügelzüchtung, Fußball. (*)
JR : Welche Musik bevorzugen Sie?
HM : Also, auf jeden Fall keine Popmusik! Ich mag Wagner wegen den Hörnern und Posaunen.
JR : Spielen Sie ein Instrument?
HM : Früher habe ich Trompete gespielt.
JR : Haben Sie ein Lieblingsgericht?
HM : Wenn man schon so lange verheiratet ist, kann man kaum noch ein Lieblingsgericht haben.
JR : Haben Sie ein bestimmtes Urlaubziel?
HM : Im Winter in die Berge, im Sommer die See in Deutschland, Österreich oder Holland.
JR : Sind Sie politisch engagiert?
HM : Ich bin politisch interessiert.
JR : Was ist Ihre Meinung zur Atomkraft?
HM Die Atomkraft sollte friedlich genutzt werden. Langfristig gesehen, meine ich jedoch, sollte man auf Kernkraft verzichten und auf andere Energien umsteigen.
JR : Was halten Sie von Aufrüstung als Verteidigung?
HM : Ich meine, daß man das Gleichgewicht der Kräfte wahren muß.
JR : Was halten Sie von der heutigen Jugend ? Ist sie besser als ihr Ruf ?
HM : Ja, sie ist auf jeden Fall besser als ihr Ruf. Ich meine sogar, daß diese Jugend besser ist als je zuvor. Bestimmte Ausnahmen sorgen für den schlechten Ruf.
JR : Daraus, daß Sie schon so lange an dieser Schule unterrichten, schließe ich, daß es Ihnen hier ganz gut gefällt. Gibt es trotzdem etwas, daß Sie bemängeln würden?
HM : Die Entwicklung zur Selbstverwirklichung hat sich auch in der Schule durchgesetzt. Das hat zur Folge, daß sich die Schüler immer mehr ihren Hobbys zuwenden und dabei das intensive Lernen manchmal zu kurz kommt.
JR : Wie waren Ihre schulischen Leistungen?
HM : Bedingt durch mein Hobby Segelfliegen waren meine Leistungen im Sommer befriedigend, im Winter gut.
JR : An welchen Streich aus Ihrer Jugend können Sie sich spontan erinnern?
HM : (schelmisch grinsend): Kein Kommentar.

Da fragen wir braven und sittsamen Schüler uns doch, mit welchen kriminellen Delikten aus der Jugend sich Herr Montags Gewissen herumzuschlagen hat.

zu (*)
Noch etwas zur Historie von Franz Montag:
1948 spielte er vor 22.000 Zuschauern Fußball im Walder Stadion in Solingen gegen Preußen Dellbrück - und gewann!
Das Stadion wird übrigens 2003 schlappe 75 Jahre jung und der langjährige Sportlehrer Klaus Lorenz an der Fabry kümmert sich um die Party.
Also, immer mal klicken und sich einladen lassen.

Stand: 11.12.2002

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