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Der Sport-Unterricht |
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Dietmar Jendreyzik, Herbst 2002
Als Schüler der Städt. Knabenrealschule Hilden (ab 1960 Wilhelm-Fabry-Realschule) habe ich hautnah den Sportunterricht erlebt, nicht als Aktiver - ich war davon befreit - sondern als Balljunge, Linienrichter, Bandmaßschlepper und Zeugwart.
So ist es wohl recht und billig, wenn ich diesem Teil des Unterrichts und damit der erlebten Jugend eine eigene Seite widme. Gerne würde ich erfahren, was die ehemaligen Schulsportler auf diesem Gebiet nach der "Penne" gemacht haben. Eine aktuelle Zeitungsnotiz zum Thema: Sporthallenbau läßt auf sich warten ! Die besondere Seite für Meistermannschaften haben wir hier : Heldensagen
Sommer 2002
Sehr geehrter Herr Jendreyzik,
als ehemaliger Lehrer an der Wilhelm-Fabry-Realschule freue ich mich, dass
Sie die Geschichte und die Aktivitäten von der Schule aufgreifen und per
Internet verbreiten, an der ich immerhin 24 Jahre tätig war.
1972 erhielten wir zum ersten Mal den Preis des Kultusministers für die beste
Realschule Nordrheins. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir diesen Titel
bis 1986 noch achtmal verteidigt, schlechtestenfalls waren wir Zweiter.
In den Jahren 1978, 1980 und 1985 habe ich drei Festschriften herausgebracht,
die auch viele sportliche Ergebnisse beinhalten. Im Schwimmen, in der
Leichtathletik und bei den Bundesjugendspielen hatte ich eine
"ewige" Bestenliste geführt, die ebenfalls in den Heften abgedruckt ist.
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Der Sport an der Wilhelm-Fabry-Realschule 1978 von Klaus Lorenz
Wer einmal durch unsere Schule geht, sieht an den Wänden und in Vitrinen zahlreiche Urkunden, Plaketten und Pokale, die von einer regen sportlichen Tätigkeit zeugen.
Neben dem normalen Schulsport, der aus Mangel an Sportlehrern erheblich gekürzt ist, finden talentierte Schüler ein reichhaltiges Angebot an Wettkämpfen vor.
Der Weg zum Erfolg führt hier über die Kreis- und Bezirksmeisterschaft bis zur Teilnahme am zentralen Landessportfest. Letzteres gelang allerdings nur den Turnern (1975 4. Platz, 1976 7. Platz in der Mannschaftswertung), einigen Leichtathleten und den Basketballern.
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Einen schönen Erfolg verzeichneten 1976 auch die Schwimmer: Sie wurden 11. bei 94 Mannschaften in Nordrhein-Westfalen.
Sportlicher Höhepunkt im Schuljahr sind die alljährlich stattfindenden Nordrheinischen Vergleichswettkämpfe der Realschulen. 1972 erreichte unsere Schule erstmals den Gesamtsieg und gewann damit den Wanderpreis des Kultusministers, eine Bronzestatue. Bis heute verteidigte die Fabry-Schule bei über 120 teilnehmenden Schulen den Titel erfolgreich, lediglich 1974 ging der Sieg äußerst knapp verloren.
Hervorzuheben ist vor allem das gute Abschneiden der Turner, die jedesmal den Grundstein zum Erfolg legten. Oft gewannen sie den ersten Platz, nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit Willi Buscher. Nicht viel schlechter plazierten sich die Schwimmer, die ihre schärfsten Konkurrenten in Wuppertal, Bonn und Solingen hatten. Trotzdem schafften es Schüler wie Herbert Albrecht, Thomas Czeckay, Alexander Hanfstingl, Dirk Kowalski, Klaus Lange, Stefan Scheller und Frank Stettin unter die Besten vorzustoßen.
Ein Sorgenkind der Sportlehrer sind seit jeher die Leichtathleten, die keine geeigneten Trainingsbedingungen vorfinden und deshalb mit den Rängen 15 bis 20 zufrieden sein müssen. Den Schulrekord im Dreikampf hält seit Jahren Thomas Pintzke mit 333 Punkten. Im September 1977 siegte mit 316 Punkten Andreas Kliemt (7 b). Der "Sportler des Jahres" ist außerdem ein ausgezeichneter Fuß- und Basketballspieler. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Frank Biedermann (8 d) mit 308, Dritter Jörg Mosel (8 c) mit 300 Punkten.
Einen Anreiz für jeden sportlich eingestellten Schüler bietet auch der Erwerb des Sportabzeichens. Leider muß die Abnahme teilweise unter primitiven Bedingungen erfolgen, da im Unterricht kein Sportplatz zur Verfügung steht und die Schüler ihre Leistungen auf den Rasenflächen und Wegen des Holterhöfchens erbringen müssen.
An Stadtmeisterschaften nimmt die W.-Fabry-Realschule regelmäßig teil. Der Platz würde nicht ausreichen, wollte man alle Siege der letzten Jahre im Fußball, Handball, Basketball, in der Leichtathletik und im Schwimmen aufzählen.
Zum Schluß sei all denen gedankt, die die Sportlehrer in ihren Bemühungen um eine Verbesserung des Unterrichts unterstützen. Dazu gehört vor allem der Schulverein mit seiner finanziellen Hilfe, eine verständnisvolle Schulleitung und ein ebenso verständnisvolles Kollegium. Klaus Lorenz
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Der Sport an unserer Schule 1980 von Klaus Lorenz
Über den Schulsport wurde bereits im Jahrbuch von 1978 ausführlich berichtet. Leider hat sich die Situation seither nicht gebessert. Den über 800 Schülerinnen und Schülern stehen nach wie vor zwei Sportlehrerinnen und zwei Sportlehrer gegenüber, so daß wieder Sportunterricht gekürzt und Klassen zusammengelegt werden mußten. Trotz dieser Schwierigkeiten versuchen die Sportlehrer, in freien Stunden Wettkampfgruppen zu trainieren, Im laufenden Schuljahr meldete die Schule über 30 Mannschaften zu 14 Wettkämpfen. Auf dem Weg zur Bezirksmeisterschaft befinden sich die Jugend C-Fußballer, die sich die Kreismeisterschaft sicherten, Kreismeister wurde auch die Nachwuchsmannschaft der Turner sowie Stefan Jannes in der Einzelwertung.
Der Preis des Kultusministers, eine Bronzefigur, ging der Schule leider verloren. Nachdem sie mehrfach gewonnen worden war, mußte sie bei den Realschulvergleichswettkämpfen an die Konkurrenz abgegeben werden. |
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Sport an unserer Schule 1985 von Klaus Lorenz
Seit dem Schuljahr 81 / 82 hat sich -zumindest an der Wilhelm-Fabry-Realschule - ein grundlegender Wandel im Sportunterricht vollzogen. Die neuen Richtlinien in Sport fordern den koedukativen Unterricht in Einzelstunden, sofern nicht sportfachliche oder pädagogische Gründe dagegenstehen.
Außerdem sind Pflichtdisziplinen für jede Klasse vorgeschrieben. Im Sinne der Richtlinien ist es auch, den Schülern der Oberstufe ein größeres Wahlangebot zu ermöglichen * Aus diesem Grund können Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 ein Jahr lang ein differenziertes Sportangebot wahrnehmen. Zur Zeit sind es die Disziplinen Volleyball, Basketball, Fußball, Gymnastik/Tanz und Schwimmen. Weitere Sportarten können aus organisatorischen Gründen nicht angeboten werden.
Die Vorbereitung auf Wettkämpfe, die der Fabry-Schule immer besonders am Herzen lagen, ist im Normalunterricht kaum noch möglich, da der Lehrer zu viele unterschiedliche Gruppen betreuen muß.
Auf Stadtebene hat sich unsere Schule seit jeher gut geschlagen. Die Schwimmannschaft ist seit Jahren unbesiegt, in den anderen Disziplinen wechselt die Führungsposition hauptsächlich zwischen dem Helmholtz - Gymnasium und der Fabry. An der Sportabzeichenaktion beteiligt sich unsere Schule so gut es geht. Nach wie vor fehlt uns ein wettkampfgerechter Sportplatz. Vielleicht kann die Bezirkssportanlage bald Abhilfe schaffen.
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Der Sport bis 1961 Leserbrief vom Ehemaligen Eckhart Häfker (geb. Gemeiner) Ein paar Worte zur "ewigen Bestenliste" Meine persönliche Bestleistung war im Hochsprung 1, 90m. Man sprang damals noch den "Streddle", also man rollte sich vorwärts über die Stange, nicht über den Rücken, wie heute. Im Weitsprung sprang ich 6,80 m und 100m lief ich in 11 sek. Bei einem Sportfest ist mir mal 10,8 sek gelungen, aber vielleicht hatte da auch der Zeitnehmer einen Hänger. Im Kugelstoßen schaffte ich mit der "Erwachsenen-Kugel" 12,80 m. Zu dieser Zeit (1960) war die Olympiade in Rom und meine Ergebnisse waren fast alles Damen-Weltrekorde. Schade, dass ich kein Mädchen war... Ali Hoffmann war die eigentliche Sportskanone in unserer Klasse und seine Ergebnisse waren, ausser in Hoch- und Weitsprung, besser als meine. Herr Montag, unser damaliger Sportlehrer, wird sich daran noch erinnern.
Zur Erläuterung und Relativierung:
Quelle: Heinz Maegerlein: Olympische Spiele 1972 |
Stand: 20.02.2002