Abschied von einem großen Mann
Gestern gab es eine Gedenkveranstaltung für Hans-Günter Eckerth. Von Daniel Theus - Westdeutsche Zeitung vom 24.09.2004 Hilden. Es gibt nur noch wenige Menschen, die so sind, wie er war. Menschen, denen das Allgemeinwohl wichtiger. ist als das eigene - hört man in diesen Tagen oft in Hilden. Als Hans-Günter Eckerth am 11. September 78-jährig verstarb, verlor die Itterstadt einen Bürger, der sich ihr stets verpflichtet gefühlt hat. Fast 40 Jahre war Eckerth politisch aktiv und drückte nicht nur seiner Wahlheimat Hilden, in die er 1947 gekommen war, seinen Stempel auf. Auch weit über die Stadtgrenzen , hinaus war der SPD-Politiker nicht nur seinen politischen Mitstreitern Freund und Ratgeber, sondern auch bei den anderen Parteien ein hoch geachtet. Ihm ist es auch mit zuzuschreiben, dass Hilden echte Partnerschaften mit Nove-Mesto in Tschechien und Warrington in Mittelengland hat.
Insgesamt 34 Jahre war der gebürtige Dortmunder Mitglied im Stadtrat, zehn Jahre hatte er den Posten des stellvertretenden Bürgerrneisters. Auch im Kreistag war Eckerth lange auch als SPD Fraktionsvorsitzender und stellvertretender Landrat ein Kämpfer für seine Ideen und Ziele. Zu seinen Ehren hatte die Stadt gestern zu einer Gedenkveranstaltung in den evangelischen Gemeindesaal an der Schulstraße geladen, und über 150 Menschen waren gekommen. Unter den Gästen waren neben Bürgermeister Günter Scheib und Landrat Thomas Hendele Vertreter fast aller Hildener Parteien und Institutionen. Sie alle wollten der Familie des Verstorbenen ihre Anteilnahme kundtun. Landrat Thomas Hendele verbindet eine ganz besondere Beziehung mit Hans-Günter Eckerth. Nicht nur dass sich die beiden im Kreistag gegenüber standen, viel früher lernte der CDU-Politiker Eckerth bereits kennen. Dieser war nämlich zu Hendeles Schulzeiten Leiter der Wilhelm-Fabry-Realschule. "Schon damals lernte ich ihn zu schätzen", gestand Hendele, der eine freundschaftliche Verbundenheit zu Eckerth empfand. Bürgermeister Günter Scheib war ein guter Freund für Eckerth, den er 1994 auf dem Posten des stellvertretenden Bürgermeisters beerbte. "Er überzeugte durch sein Handeln«, beschrieb Scheib seinen Parteigenossen. Neben dem ehemaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Scholz kamen schließlich auch die Bürgermeister von Nove-Mesto und Warrington zu Wort. Auch in den Partnerstädte hatte Eckerth schnell Freunde. gewonnen, und neben seinen beiden Bundesverdienstkreuzen, mehreren Fabriciusmedaillen und dem städtischen Ehrenring, konnte er als erster nicht Warringtoner die Ehrenbürgerschaft erlangen.
|