Ehemalige über Hans-Günter Eckerth

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Mit grosser Bestürzung habe ich vom Tode Herrn Eckerths gehört. Ich werde Ihn immer in Erinnerung behalten als Freund/Kollege meiner auch bereits verstorbenen Tante, als der wahre und wirkiche "Direx" der Fabry.

Ich glaube nur ganz wenige Lehrer können diese herzliche Nähe gepaart mit Respekt, verkörpern.
Ein wunderbarer Mensch ist gegangen.

Sandra Großmann geb. Sayn

Wir alle werden Herrn Eckerth ein ehrendes Andenken bewahren. Als Pennäler der B- Klassen von 1967 bis 1973 hatten wir mit Herrn Eckerth nur selten persönlichen Kontakt. Ich kann mich nur an einzige Stunde erinnern, in der er vertretungsweise für unseren erkrankten Deutschlehrer Unterricht erteilte.

Damals funktionierte das System Schule halt noch weitgehend reibungslos.

Für uns war Herr Eckerth in der Fabryzeit ganz einfach der "Direx", dem einige Wenige von uns bei Disziplinarverstößen gelegentlich "vorgeführt" wurden. Daß er sich auch in der Kommunalpolitik Meriten erwarb und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, erfuhr ich erst viele Jahre später durch die Fabryaner- Homepage.

Uwe Adamski

Mit großer Bestürzung habe ich vom Tod von Hans-Günter Eckerth erfahren.
Kaum ein anderer Lehrer und Direktor hat die Fabry-Realschule so positiv geprägt wie er.
Seine Art, mit Schülern und Eltern umzugehen, bleibt vorbildlich und unvergessen.

Und selbst nach der Schulzeit blieb er für mich ein Förderer. Sowohl für die Fabry als auch für die Stadt Hilden und die Hildener SPD ist das ein schwerer Verlust.

Ich werde mich immer ehrend an ihn erinnern.

Dieter Rau

Herr Eckerth war für mich Förderer, Freund und Vorbild. Er bleibt in meiner Erinnerung.

Heinz Heinen

Als relativ mittelmässiger Schüler schaffte ich den Abschluss zur mittleren Reife 1972 nach einer Ehrenrunde und Notendurschschnitt 3,3 Abgangsklasse 10 b, Klassenlehrer Hermann Kauls.
Ja, wir hatten damals noch verdammt gute Lehrer.

Natürlich war und ist Hans -Günther Eckerth der Inbegriff eines Schulleiters und Direktors, mit seinem Hilfsheriff, so wie wir ihn damals nannten, Herrn Herfs.
Hans Günther Eckerth war auch mal unser Deutsch- und Erdkundelehrer, und durch die vielen Konferenzen oft zu spät zur "Schulstunde" kam. Er war immer ein sehr offenherziger Mensch, und seine Sprache mit dem intensiven rollendem "R', dass einen manchmal an Willy Brandt erinnern lässt, bleiben einfach unvergesslich.

Mein "nur" Sitzenbleiben, und nicht zurück zur Volksschule, habe ich nur Herrn Eckerth zu verdanken, da unser damaliger Klassenlehrer Herr Schmelz meinem Vater die bittere Mitteilung machte, daß sein Sohn nur begrenzt bildungsfähig sei.
Herr Eckert fand dann auch noch das Wort "Zurückgestuft und nicht sitzengeblieben".
Auf einem ehemaligen Klassentreffen Ende September 1997 habe ich Herrn Eckerth zum letzten Mal gesehen.

Ja, er war stolz auf seine Ehemaligen.
Wir werden ihn alle in einer sehr ehrfurchtsvollen Erinnerung behalten, und sicherlich wird er "oben" ein gutes Plätzchen finden, und manchmal augenzwinkernd auf uns schauen, vielleicht sogar etwas behütend, bewachend.

Rolf Backhaus Santo Domingo, Dominikanische Republik

Ich hatte H.-G. Eckerth ein Schuljahr lang in Geschichte.
Aufgrund seiner Leitungsaufgaben gab es eine verläßliche Konstante in unserem Geschichtsunterricht: H.-G. Eckerth kam regelmäßig zu spät.

Wie er dann allerdings in der verbleibenden Rest-Schulstunde Historie auf den Punkt brachte, zeugte jedesmal von seiner überzeugenden fachlichen und didaktischen Kompetenz.

Mit wenig Schulunterrichtszeit dennoch viel gelernt - aus Schülerperspektive doch ein doppelt angenehmes Fazit, oder!?

Pfarrer Rainer Hintzen Köln

Zuletzt gesehen habe ich HGE vor 4 Jahren auf unserem 20jährigen Klassentreffen.

Es gibt ein Erlebnis mit H..G.E das ich nie vergessen werde.
Wir waren 1980 auf Klassenabschlußfahrt in St.Malo/Frankreich mit Frau Danckwerts und Herrn Eckerth.
Wir waren dort in einem kleinen Hotel untergebracht und wir teilten unser Zimmer mit 7 Jungs.

Eines Morgens kauften wir auf dem örtlichen Markt mehrere Literflaschen Bockbier, welche wir nachher stolz auf einem Bett im Zimmer deponierten.
Dies war natürlich höchstgefährlich, denn es galt Alkoholverbot.
Auf einmal öffnete sich die Tür und Herr E. stand im Zimmer den Blick auf das mit vollen Bierflaschen übersäte Bett.
Unsere Gedanken in dem Moment ??
Abreise, das wars, und Tschüß.

Herr E. fragte:"Was ist das ??".
Wir antworteten wahrheitsgemäß:" Bockbier".
Darauf hin schritt Herr E. zu dem Bett und nahm eine Flasche Bockbier in die Hand und sagte:

" Jungs, wenn das noch länger hier liegt wirds warm".

Und so vernichteten wir zusammen mit Herrn Eckerth diverse Flaschen Bockbier und mussten lediglich das Versprechen abgeben, Frau D. nichts zu sagen. Seit dem war Herr E. für uns mehr als nur ein guter Lehrer.
Frau D. hat diese Geschichte vor 4 Jahren zum erstenmal gehört.

Thomas Aufermann

Auch ich denke, dass viele von uns sehr betroffen sind über seinen Tod.
Als ich 1983 vom HGH auf die Fabry wechselte, hat er mir den Anfang auf der neuen Schule sehr einfach gemacht.
Da ich hier in Hilden keinen Großvater hatte, versprach er mir diese Rolle hier zu übernehmen.
Gesagt, wie getan. Er kümmerte sich die erste Zeit sehr liebevoll um mich. Das hat mir sehr vieles vereinfacht.

Andrea Johann

Leider kann ich nicht mit netten Geschichten aufwarten. Ich bin erst in der 8. Klasse auf die Fabry gewechselt und habe nie mit Herrn Eckerth zu tun gehabt. Ich kann mich nur erinnern, daß er mir als Kind in seiner Person nie Angst eingeflößt hat, sondern als sympathischer Mensch in Erinnerung geblieben ist, den man gerne jederzeit seine Probleme anvertraut hätte.

Tanja Giela (geb. Hrescak, Abgang 1984)

Ich kann mich an Herrn Eckerth in einer besonderen Situation erinnern.
Ich war in der 5-ten Klasse noch im Internat in der Kolpingstrasse.
Wenn ich mich noch richtig erinnere, bin ich mit dem Wechsel in die 6-te Klasse vom Internat genommen worden. Grund war die teilweise unmöglichen Zustände im Internat.
Das Internat wurde von einem recht alten (das Alter weiß ich nicht mehr.) Studienrat geführt.

An der Tagesordnung waren Schläge mit Spazierstock, Kleiderbügel und Hausschuhen.
Es waren weitere Schüler des Internats auf der Wilhelm-Fabry-Realschule.
Ich kann mich noch an den Namen Peter Altenberg aus Bochum erinnern.

Die Übergriffe hatten zugenommen und Herr Eckerth hat sich dieser Sache angenommen.

Ich kann mich noch sehr gut an ein Gespräch mit Herrn Eckerth im Lehrerzimmer erinnern, in dem ich, obwohl ich schon nicht mehr im Internat war, über Vorgänge im Internat befragt wurde. Kurze Zeit später wurde das Internat geschlossen und meinem Wissen nach durch das "Bergische Internat" in Hochdahl übernommen.

Roland Ullmann, Haan

HGE war einer der Schulleiter, der es noch verstanden hat sich in die Jugend zu denken. Besonders habe ich seine Vertretungsstunden gemocht, die meistens nach einem Schema abgelaufen sind. Wer zuerst die Frage beantwortet,- kann gehen.

Ich werde Ihn als großartigen Pädagogen und Bürger mit Verdiensten für Hilden in Erinnerung halten.

Rolf Kraus Abschlussklasse 1978

Natürlich ist es immer traurig wenn ein Zeitgenosse verstirbt.
Leider kann ich mich den Lobeshymnen nicht so richtig anschließen - wir haben HGE als Deutschlehrer erlebt, als er Direktor war. Besser gesagt sehr selten erlebt - fast immer ist der Unterricht ausgefallen oder wurde auf 5 Minuten reduziert. Oft wurde dann auch noch der Hausmeister als "Ruhestifter" eingesetzt.

Menschlich habe ich HGE (tut mir leid das sagen zu müssen) als sehr arrogant und voreingenommen erlebt. So habe ich wie man das so als Jugendlicher halt mal macht einen Schmetterling als Tattoo (gab es in der Kaugummipackung) auf die Hand geklebt.
HGE hat vor versammelter Mannschaft mit nicht gerade netten Worten meine Person peinlichst heruntergeputzt - und hat dies immer wieder süffisant angemerkt.

Gesagt habe ich halt nichts - jedoch waren diese Unterrichte eine echte Qual.
Im Unterrichtsfach Deutsch konnte ich machen was ich wollte - als beste Zensur 4-5, eher 5 - 6. (Hinweis: Als dann endlich Frau Schwab übernahm: 1,1,1,2 über Nacht).

Aber wie gesagt - das waren meine Erlebnisse- wahrscheinlich stimmte die Chemie in keiner Weise überein.
Aber mit dem Wechsel in die Klasse von Herrn Paegert (fabelhafter Mensch mit dem nobelpreisverdächtigen Satz: "Mit dem Strom rechtsherum nach Norden" welcher mir sooo oft geholfen hat) und zur Frau Schwab wurde alles super.

Fred Monheimius

Wenn ich an Herrn Eckerth denke, habe ich gleich meine erste Begegnung mit ihm vor Augen.
Ich weiß nicht, ob man dazu Erlebnis sagen kann, aber sie spiegelt doch etwas von seiner Persönlichkeit wieder. Es war so ...

Meine Mutter und ich hatten einen Termin bei Herrn Eckerth zwecks Einschulung.
Meine Mutter war wie so viele Mütter etwas unsicher auf welche Schule ich gehen sollte, Realschule oder Gymnasium (von den Noten her, hätte ich wohl aufs Gymnasium gekonnt).
Da saß ich nun mit meiner Mutter, die ihr Problem dem damaligen Direktor schilderte und frug, welche Schule für mich wohl die richtige wäre, da schaute er mich an und meinte:
"Wen hast du denn da mitgebracht?", ich antwortete:
"Das ist meine Puppe".
Er unterhielt sich mit mir noch ein bisschen über meine Puppe.

Der genaue Inhalt ist meinem Gedächtnis leider entfallen und wandte sich dann wieder an meine Mutter und meint, es wäre wohl die richtige Entscheidung mich auf die Realschule zu schicken, ich wäre doch noch etwas verspielt und auf seiner Schule würde es erst einmal etwas lockerer zugehen und nicht gleich so schwierig mit dem Lehrstoff werden.
Sollte ich unterfordert sein, könnte ich nach einem Jahr immer noch zum Gymnasium wechseln.

Nach dem Gespräch (was für mich damals schon etwas mit Ehrfurcht zu tun hatte - ein Gespräch mit einem Direktor, der Direktor im Anzug hinter einem großen Schreibtisch) sagte ich dann zu meiner Mutter: "Das ist aber ein netter Onkel, da würde ich gerne hingehen".

Und so war es, ich wurde bei der Wilhelm-Fabry-Realschule angemeldet, ich blieb auch nach einem Jahr auf der Schule, hatte immer gute Noten und habe es nie bereut. Mit 16 Jahren machte ich dann eine Lehre, danach mein Fachabitur, ging dann zur Uni, hatte weiterhin gute Noten und beruflichen Erfolg. Noch heute denke ich, verdammt, der Direktor Eckherth sah mich gerade mal ein paar Minuten und schon wusste er, was gut für mich war und hatte recht damit.

Mein Andenken an ihn: Ein menschlich wertvoller Direktor, der seine Schüler gut einschätzen konnte und ihnen damit (ohne das es diesen vielleicht bewusst war oder ist) ihre Zukunft erleichter hat.

Claudia Kruse

Danke dir für die traurige Mitteilung, daß H.G Eckerth verstorben ist. Ich habe ihn als Fachlehrer nur ein oder zwei Jahre gehabt, habe ihn aber sehr positiv in Erinnerung, weil er für die damalige Zeit (als Mann) ein herausragend herzlicher und den Schülern auf liebevolle Weise zugewandter Lehrer und Schulleiter war. Solche "leisen" Menschen vergißt man nicht.

Jürgen Heiser, Bremen

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