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Aber, die Diskotheken machten den Anyones das Leben schwerer. Immer weniger Möglichkeiten ergaben sich, noch "life" aufzutreten. Hinzu kam, dass Edgar Lorig die Trommelstöcke an den berühmten Nagel hängte. Also, stand die Band vor dem Aus.
Wolfgang, Thomas und Dietmar wollten erst einmal weitermachen.
Ein glücklicher Zufall wollte es, dass Dietmar schon vor Monaten eine schriftliche, feste Zusage zur Teilnahme an den "Niederrhein-Meisterschaften" gegeben hatte. Den Auftritt konnte und wollte man nicht absagen. Also wurde mit Eddi gesprochen.
Er sah ein, dass diese Verpflichtung noch in seiner aktiven Anyones-Zeit eingegangen wurde und erklärte sich bereit, noch einmal für einen Nachmittag hinters Schlagzeug zu klettern. Es sollte nur ein geselliger Nachmittag auf der "Westmark" werden.
Ein Rheindampfer, auf dem die Anyones schon öfters aufgetreten waren. So spielte man "unverkrampft" mit und vielleicht war es diese Lockerheit, die dazu führte, dass die Anyones die Niederrhein-Meisterschaft 1970 gewannen.
Eddi entschied sich, doch wieder mitzuspielen.
Es war jedoch nicht ganz so einfach, wieder den Anschluss an die alten Zeiten zu finden. Durch die fast halbjährige Pause waren die Anyones aus den Notizbüchern der Veranstalter verschwunden. Der Auftrittsfaden war gerissen. Und auch die Begeisterung der "ersten Jahre" vor vorbei. So langsam kam bei allen eine gewisse Unlust auf.
Edgar Lorig erklärte dann erneut seinen Rücktritt und auch bei Thomas Meyer und Dietmar Schrick war durch die Belastung des Studiums der Wille nicht mehr vorhanden, noch einmal in einer neuen Besetzung anzufangen.
So entschlossen sich die Anyones, endgültig die Gitarren und Trommelstöcke an den Nagel zu hängen. Der letzte Auftritt der Anyones war im August 1971 im Reichshof.
Ankündigung des letzten Auftritts der "Anyones" in Hilden
Nach rund fünf Jahren – immerhin hatte man es in der Zeit geschafft, vom Pferdestall in Breddert bis in den Cavern-Club in Liverpool zu gelangen – war die Karriere der Anyones zu Ende. In dieser Zeit hatte man mehr als 80 Auftritte absolviert, ein Repertoire von rund 250 Liedern einstudiert und vor rund 15.000 Zuhörern gespielt.
Aber, viel wichtiger war aber, dass man fünf Jahre lang, mit allen Höhen und Tiefen, eine tolle Zeit miteinander verbracht hatte. Doch, nun trennten sich die Wege der Anyones.
Wolfgang schloss sich einer neuen Gruppe an. Erfolgreich! Mit der Band "Cobraa" gelang ihm das, wovon die Anyones immer geträumt hatten: richtige Schallplattenaufnahmen!
Dietmar Schrick zog aus beruflichen Gründen nach München, so dass damit auch eine spätere "Wieder-Auferstehung" ausgeschlossen war.
Dennoch treffen sich die Anyones heute noch in unregelmäßigen Abständen, um die "gute alte Zeit" für einen Abend wieder aufleben zu lassen.
Anyones 1992:
Wolfgang Hausmann, Dietmar Schrick, Thomas Meyer, Edgar Lorig
Wie hat John Lennon einmal gesagt?
"Ich kann mir nicht vorstellen, mit 40 Jahren noch immer auf der Bühne zu stehen und "A hard day's night" zu singen!"
Die Anyones konnten das auch nicht!
Dietmar Schrick, Februar 2005
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